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Bondage und SM: Noch nicht ausprobiert? Dann wirds aber mal Zeit!
Fesseln Techniken Bondage-Techniken unterteilen sich in vier Hauptkategorien: • das Zusammenbinden von Körperteilen (beispielsweise mit Handschellen, Fesseln oder Seilen), • das Spreizen von Körperteilen (zum Beispiel durch Spreizstangen), • das Festbinden an andere Gegenstände (beispielsweise Stühle, Tische, Andreaskreuz) und • die Hänge-Bondage, bei welcher der gefesselte Partner aufgehängt wird. Eine wichtige und (sicherheits-)technisch anspruchsvolle Form ist das Mumifizieren (engl: mummification). Hierbei wird der Gefesselte weit- bis weitestgehend komplett eingepackt (also einschließlich Kopf), z. B. mit Hilfe von (Klebe-)Bändern, Verpackungsfolie oder Decken. Eine Variante dessen ist auch die Verwendung von so genannten Fessel-Säcken. Im weiteren Sinne gehören auch Spiele mit Knebeln in den Bereich Bondage. Eine weitere Sonderform ist das japanische Bondage oder Shibari, bei dem nicht nur die Immobilisation des Partners, sondern auch die Ästhetik der Fesselung im Vordergrund steht. Je nach Vorliebe der Spielpartner kommen dabei Metallfesseln (Handschellen, Fußschellen, Daumenschellen, Ketten), Lederfesseln (in Form von abschließbaren Manschetten), Klebeband (Tape), Seile oder (Seiden-)Tücher zum Einsatz. Im Grenzbereich zwischen Bondage und Fetisch können auch spezielle Kleidungsstücke wie Zwangsjacken, Fesselröcke, Bodybags o.ä. verwendet werden. Um den passiven Partner in der verbalen Kommunikation einzuschränken bzw. um zu laute Geräusche zu vermeiden, werden manchmal auch Knebel verwendet. Beliebt sind Ball-, Ring- und Penisknebel in verschiedenen Größen und Farben, aber auch Klebeband, (Seiden-)Tücher (siehe Seidentuch) und aufblasbare Ballonknebel. Faustregel: je länger die Fesselung andauern soll, desto breiter und elastischer sollte die Fessel sein um nicht schmerzhaft ins Fleisch einzuschneiden.
Selfbondage Selfbondage oder Selbstfesselung ist eine Art der Bondage, bei der eine Person sich selbst fesselt, um daraus eine (häufig sexuelle) Befriedigung zu erhalten. Unter Sicherheitsaspekten ist Selfbondage in Extremfällen problematisch und hoch gefährlich. Eine Fesselung, die man im Notfall (Kreislaufprobleme, Feuer usw.) nicht schnell genug alleine aufbekommt, kann zum Tode führen.
Motive Es gibt viele Gründe dafür, dass Menschen sich fesseln lassen. In der weitgehend körperlichen Passivität fühlen sich manche Menschen umarmt und geborgen, frei im Geist und können sich dabei auf ihr Inneres konzentrieren. In den Fesseln kommen sie zur Ruhe. Andere Menschen fühlen eine Hilflosigkeit, Ohnmacht, kämpfen gegen die Fesseln an und empfinden teilweise auch ein masochistisches Vergnügen an den Begrenzungen und Schmerzen oder der symbolischen Herabsetzung. Die Gründe für den aktiven Menschen, seinen Partner zu fesseln, liegen meist im Vergnügen an der erotischen Unterordnung seines Partners (sowohl von männlich zu weiblich wie auch umgekehrt) und dem dabei entstehenden Machtgefälle. Der englische Begriff Bondage (Fesselung) bezeichnet Praktiken der Fesselung zur Erregung und Steigerung sexueller Lust. Bondage ist eine sehr beliebte Spielart aus dem großen Variationsbereich von BDSM, wird vom BDSM teilweise aber auch abgegrenzt. Studien in den USA kamen zum Ergebnis, dass etwa die Hälfte aller Männer und viele Frauen Bondagespiele für erotisch halten. Bondage im engeren Sinne meint das Fesseln des Partners durch das Zusammenbinden der Gliedmaßen, beispielsweise durch die Verwendung von Handschellen, oder auch das Festbinden des Partners an Gegenständen. Auch das Spreizen der Gliedmaßen kann durch Bondage erreicht werden, beispielsweise durch Fesseln an ein Andreaskreuz, Strappado oder Spreizstangen.
Ein Knebel ist ein Gegenstand (ursprünglich ein Tuch), der jemandem in den Mund gesteckt wird, um ihn am Reden und Schreien zu hindern. Es gibt viele verschiedene Typen von Knebeln, unter anderem Ball-, Ring-, Penis- und Pumpknebel. Daneben finden auch Stoff (Tücher), Klebeband und andere Materialien Anwendung als Knebel.
Erotische Verwendung Auch bei Sexualpraktiken im Bereich des BDSM werden Knebel verwendet, um den Bottom auf der Basis von SSC am Reden und Schreien zu hindern. Ein weiterer Anreiz für die Verwendung von Knebeln liegt in der durch sie symbolisierten Hilflosigkeit des Bottom. Die Augen geknebelter Menschen erscheinen größer, das Tragen führt in der Regel zu einem angespannten Gesichtsausdruck des Betroffenen, zusammen mit den stark eingeschränkten Möglichkeiten zur verbalen Kommunikation verstärkt dies zumeist die Intensität des Spiels zwischen Top und Bottom. Diese subtile erotisch geprägte Metaebene kommt auch regelmäßig in vielen Spielfilmen zum tragen in denen Darstellerinnen geknebelt sind, ohne dass dies wesentlich zur Handlung beitrüge. Spiele mit Knebeln sind nicht ungefährlich und erfordern aufgrund der eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten und der teilweisen Blockade der Atemwege ein besonderes Maß an Aufmerksamkeit zwischen den Beteiligten.
Peitsche Eine Peitsche ist ein Schlaggerät aus einem sehr schmalen Lederriemen oder Strick an einem mehr oder weniger langen Stiel. Den Griff einer Peitsche nennt man Knauf, der Strick oder Riemen wird auch Peitschenschnur genannt. Ein Faden am äußersten Ende der Schnur heißt Schmitze oder Cracker. Das Ende einer Peitsche kann bei korrektem Schlag auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt werden, was den berühmten Peitschenknall hervorruft. Genau genommen, rührt der Knall von der Bildung einer Schlaufe her, die mit steigender Geschwindigkeit aufs Peitschenende zurollt und dabei Schallgeschwindigkeit erreicht. Die Schmitze selbst hat zum Zeitpunkt des Knalls bereits etwa doppelte Schallgeschwindigkeit. Der theoretische Nachweis dieses Phänomens gelang dem deutsch-ungarischem Physiker Istvan Szabo, der in seinen Vorlesungen über die Technische Mechanik zunächst eine solche Peitsche knallen ließ und anschließend zur Erklärung die notwendigen Gleichungen an die Tafel schrieb. Verschiedene Bauarten dienten lange Zeit als Folter- oder Bestrafungsinstrument (siehe Staupenschlag), daher rührt auch ihre Verwendung im BDSM-Bereich. Normalerweise dienen Peitschen als Dressurhilfen bei Pferden und Zirkustieren. Verschiedentlich wird die Handhabung der Peitsche auch als Sport und Teilbereich der Artistik betrieben.
(BDSM) Peitsche im sadomasochistischen Bereich
Im Sadomasochismus werden Peitschen oft vom dominanten Teil eingesetzt. Sie dienen sowohl zur Bestrafung wie auch zum Lustgewinn. Hierbei werden vor allem mehrschwänzige Peitschen eingesetzt. Es wird geraten, Singletail-Peitschen erst nach langer Übung einzusetzen, da diese dem Gegenüber - und bei falscher Handhabung auch einem selbst - recht starke Verletzungen zufügen können. Wichtig sind vor allem Können und Einschätzung. Als Ausübender sollte man mit der Peitsche recht gut zielen können. Hiebe auf die falsche Körperstelle können fatale Folgen haben. Auch sollte nicht (zu kräftig) auf die Schambereiche geschlagen werden, da diese extrem empfindlich und leicht verletzbar sind. Werden Singletail-Peitschen eingesetzt, so haben diese selten eine Länge von mehr als 180 cm, weil es oft an Platz mangelt. Peitschenhiebe werden im sadomasochistischen Bereich meist auf den Rücken, seltener auf die Frontpartie gesetzt.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Peitsche aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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