Packen Sie sich schick ein, man weiss nie was kommt und wer Ihre Unterwäsche heute noch zu Gesicht bekommt!
(Dessous) Reizwäsche
Als Reizwäsche bezeichnet man verschiedene Kleidungsstücke oder rudimentäre Überbleibsel von Kleidungsstücken, die dazu dienen, den Geschlechtspartner sexuell zu erregen. Das Repertoire solcher Accessoires ist vor allem für Frauen sehr ausgeprägt und geht über den Aspekt der reinen Funktion als Unterwäsche weit hinaus. Deshalb kann Reizwäsche nicht immer wie gewöhnliche Unterwäsche getragen werden. Korsetts etwa würden den Körper beim dauerhaften Tragen allzu sehr beengen und womöglich wundscheuern. Manchmal ist Reizwäsche auch so geschnitten, dass sie sogar beim Geschlechtsverkehr getragen werden kann. Reizwäsche ist in ihrer Gestaltung oft auf Vorbilder aus dem französisch geprägten 19. Jahrhundert ausgerichtet, was auch den häufigen Ursprung einzelner Begriffe aus dem Französischen erklärt. Bedingt durch heutige Modeströmungen - allen voran durch den sog. Nude-Look - wird Reizwäsche häufig als Oberbekleidung und damit deutlich sichtbar getragen (z.B. Korsagen, Nylonstrümpfe), was der Trägerin nicht selten Probleme mit den Empfängern dieser vermeintlich sexuellen Signale einbringt. Aus diesem Grund ist die Einordnung von Kleidungsstücken als Reizwäsche heute sehr subjektiv.
Unter einem Slip, versteht man eine relativ knappe, eng anliegende Unterhose oder Badehose, die ohne Beinansatz geschnitten ist. Die ursprüngliche deutsche Bezeichnung Schlüpfer wird nur noch selten für Damen- und Kinderunterwäsche verwendet. Slips werden, in unterschiedlichen Formen, sowohl von Männern als auch von Frauen getragen. Aufgrund der anatomischen Unterschiede werden manche Slipformen eher von dem einen oder anderen Geschlecht getragen, sofern es sich nicht um Cross-Dressing handelt. Bis in die 1970er Jahre des 20. Jahrhunderts trugen Männer meist weiße Doppelripp-Slips mit Eingriff. Diese wurden dann durch Feinripp-Slips mit Eingriff, die häufig auch farbig (meist hellblau oder beige) und/oder bedruckt waren, sowie durch bunte Sportslips ohne Eingriff abgelöst. Ab den 1980er Jahren kamen vermehrt Boxershorts auf den Markt, in den 1990ern Retropants. Männliche Formen
Jockstrap Ein Jockstrap ist ein erotischer oder Sportslip, der aus den USA stammt. Hier wird vor allem das Gesäß betont, der hintere Stoffstreifen oder Schnur entfällt und wird durch seitliche Streifen ersetzt; das Gesäß wird wie beim String nicht bedeckt. Zuerst wurden Jockstraps von Sportlern unter Boxershorts getragen, um die Genitalien zu schützen. Oft wurden sie dazu durch Schutzeinlagen aus Hartplastik verstärkt.
Sock Der Sock ist ein Herrenslip, welcher ausschließlich aus einer Hüftschnur besteht, an welcher sich ein Beutel befindet. Dieser kann über die Genitalien gestülpt werden und sitzt so auch ohne Stringband sicher. Der Sock ist so komplett gesäßfrei. Ein String oder String-Tanga ist ein Slip, der das Gesäß nur minimal oder gar nicht bedeckt. Formen, die für beide Geschlechter geeignet sind
Tanga Der Tanga hat die typische Dreiecksform des Slips vorne und hinten, die Dreiecke werden durch mehr oder weniger schmale Stoffstreifen zusammengehalten.
String Der String oder Stringtanga ähnelt dem Tanga, allerdings ist bei ihm die hintere Dreiecksform sehr weit hochgezogen oder entfällt sogar. Weiter nach unten zwischen den Gesäßbacken befindet sich dann nur noch ein Stoffstreifen oder -band. Die Bezeichnung String stammt vom englischen Wort für Saite, Schnur.
G-String Der G-String besteht ausschließlich aus einem Dreieck vorne, einer Schnur über die Hüften und einer weiteren Schnur durch den Schritt.
Thong Der Thong ist ein Stringtanga, der über dem Steißbein ein mehr oder weniger ausgeprägtes Dreieck hat. Weniger bedeutet in diesem Fall, dass die T-Form leicht gerundet wurde, mehr bedeutet, dass das ganze hintere horizontale Band ein gedehntes Dreieck bildet. In den USA ist Thong ein Sammelbegriff für alle Slips, die das Gesäß frei lassen. Hier wird die Bezeichnung T-back für den hier erklärten Thong benutzt.
Sport-Slip Der Sportslip ist ein straff sitzender und mit niedriger Taillenhöhe geschnittener Slip, der ursprünglich als Sport-Unterhose konzipiert wurde, heute aber meist alltags getragen wird. Normalerweise ist ein Sportslip ohne Eingriff und meist einfarbig (uni), aus Baumwolle oder Synthetik, Nylon, Lycra usw.
Als Shorts (engl.) werden kurze Hosen bezeichnet, die meist nicht bis unter die Knie reichen. Shorts werden bis auf einige wenige Ausnahmen in der Freizeit getragen. Hosenkostüme oder -anzüge mit kurzen Hosen konnten sich in der Businessmode bisher nicht durchsetzen.
Boxer-Shorts Zur Gruppe der Shorts gehören auch die Boxershorts, welche im Gegensatz zu den Shorts als Unterwäsche getragen werden. Boxershorts werden gerne auch als Badehosen getragen, was jedoch in öffentlichen Bädern in den letzten Jahren aus Hygienegründen ungern gesehen wird.
Bermuda-Shorts Bermudashorts sind weite, knapp über knielang geschnittene kurze Hosen, die von Männern und Frauen getragen werden. Bermudashorts gehören zur Freizeitbekleidung und sind in der Arbeitswelt nicht gerne gesehen. Es gibt Bermudashorts in allen Stoffen und Farben. Auf Bermuda, woher die Bermudashorts ihren Namen haben, werden sie auch von Polizisten, Beamten und anderen Staatsdienern getragen. Es ist dort nicht anstößig, Bermudashorts am Arbeitsplatz zu tragen.
Hot Pants Hot Pants (englisch für heiße Hosen) sind enge, sehr kurz geschnittene, den Po betonende Shorts, die vorwiegend von Frauen getragen werden. Hot Pants kamen im Sommer 1971 auf, nachdem der Minirock gesellschaftsfähig wurde. Sie werden je nach persönlicher oder moralischer Einstellung als überaus sexy oder aber schockierend empfunden. Sie wurden vorzugsweise entweder aus Jeansstoff, glänzenden Satin (Wäsche-Look) oder gestrickt bzw. gehäkelt hergestellt, nach den Designer-Vorstellungen sollten sie nur in den Damenkonfektionsgrößen 34 bis 38 verkauft werden und nur von jungen, schlanken Damen getragen werden; die Realität und der entsprechende Schock waren aber anders. Besonders beliebt waren vor allem selbstangefertigte Hotpants aus alten abgeschnittenen Jeans (Jeans-Shorts oder cutoffs) mit ausgefransten Rändern, die oft so kurz waren, dass sie die Gesäßbacken nicht bedeckten. Berühmt mit ihren äußerst knappen Hot Pants wurde Gloria Guida als freche Göre in den 1970er Jahren durch ihren Film Blue Jeans. Die Modeindustrie reagierte auf die Hot Pants mit dazupassenden Maximänteln – so dass die heißen Höschen auch im Winter getragen werden konnten – von dem damals fast gleichzeitigen Wechsel der Damenstrümpfe zu Strumpfhosen zusätzlich noch erleichtert, dabei mussten diese nun anders als noch wenige Jahre zuvor beim Minirock ohne sichtbaren Zwickel produziert werden.
Turnhosen Getragen wird die Turnhose normalerweise beim Sport, aber auch als Unterhose. Waren sie in den 70er Jahren sehr kurz geschnitten, sind sie heute wieder länger und ähneln den Boxershorts. Millionenfach hergestellt wurde die Franz-Beckenbauer-Sporthose mit den drei Streifen an den Seiten, die es in Glanz- und in Baumwollstoff gab.
T-Shirt Ein T-Shirt (engl. shirt: Hemd) oder T-Hemd ist ein Kleidungsstück mit kurzen Ärmeln, einem runden oder V-förmigen Ausschnitt, aber ohne Taschen. Beim Anziehen wird es über den Kopf gezogen. Der Name T-Shirt kommt nicht von der T-Form dieses Kleidungsstücks, sondern rührt von einer Ausschreibung der amerikanischen Marine her, die in den Tagen des Zweiten Weltkrieges nach einem Trainings-Shirt verlangte. Auch in der englischen Tradition findet sich ein Verweis auf die Entstehung des T-Shirts. Der dortige Adel bevorzugte es, dem Personal das Tragen eines kurzärmligen Leinenhemdes zu gestatten. Gerade die hartnäckige Gerbsäure von schwarzem Tee führte zu dauerhaften Flecken auf der langärmligen Variante. Diese Ausnahme galt jedoch nur während dem Servieren des Tees (folglich vermutet man hier auch den Wortstamm Tea-Shirt). T-Shirts sind auch Werbeträger und gehören zu den Formen der Kleiderordnung. Die Länge von T-Shirts variiert, fast immer reicht ein T-Shirt bis zur Taille. Ursprünglich diente es lediglich als Unterhemd, heute wird es bei warmen Temperaturen oder beim Sport als einzige Oberbekleidung getragen. Frauen tragen darunter meistens zusätzlich einen Büstenhalter. In einigen Regionen werden T-Shirts auch als Nicki bezeichnet, dieser Begriff schließt jedoch auch Pullover oder ärmellose Unterhemden mit ein. Besonders in der DDR wurde der Begriff Nicki gebraucht. Eine veraltete, heute kaum noch gebräuchliche Bezeichnung für T-Shirt ist Ruderleibchen. Bevor das Tragen von T-Shirts allgemein üblich wurde, war es nämlich als Kleidungsstück von Sportruderern bekannt. T-Shirts werden aber oft kurz Leibchen oder auch T-Hemd genannt. Das T-Shirt avancierte auch in Europa spätestens in den 1980ern zu einem Kult- und in den 90ern zu einem alltäglichen Bekleidungsstück. Es wird von Frauen gleichfalls wie von Männern getragen. Somit ist es ein Unisex- oder Einheitskleidungsstück. Die feminine Form des einfachen T-Shirts ist das sogenannte Girlie -Shirt. Dieses ist zumeist aus dehnbaren Materialien hergestellt und liegt im Gegensatz zum T-Shirt enger am Körper an, betont also die Silhouette der Trägerin und ist daher figurbetonend.
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